Waldverbraucher Deutschland

 

 

 

Ein großer Teil des in Britisch Kolumbien eingeschlagenen Holzes ist für die Papier- und Zellstoffproduktion bestimmt. Kanada ist weltweit größter Exporteur von Papier, Karton, Pappe; bei Zellstoff ist der Anteil mit 31,5% besonders hoch. Die deutschen Papierhersteller beziehen knapp 20% ihres Zellstoffes direkt aus Kanada - weiterer kanadischer Zellstoff erreicht uns über den Umweg skandinavischer Papierfabriken und taucht in den Statistiken als schwedisches oder finnisches Papier oder Zellstoff auf.

 

Urwälder sind zu schade, um als Zeitschrift, Windel, Büropapier oder Verpackung zu enden!
Foto: Zellstoff-/Papier-Bahnen

Für die Herstellung der Endprodukte werden in der Regel Zellstoffe aus unterschiedlichen Herkunftsländern gemischt.
So können wir in Deutschland sicher sein, mit fast jeder Zeitschrift, Massendrucksache, mit jedem Schreibpapier, Reiseprospekt, Klopapier und jeder Wegwerfwindel aus neuen Fasern ein Stück original kanadischen Regenwald in der Hand zu halten.

 

 

Alternativen gäbe es schon - nur würden sie die Gewinne der papierverarbeitenden Industrieaktionäre hierzulande schmälern oder am heiß umkämpften Zeitschriftenmarkt zu teurerem "Lesevergnügen" führen - und welcher Verlag geht ein solches Risiko schon gerne ein?
Dann schon lieber ein bisschen Urwald weniger...

 

 

 


Text:  ArbeitsKreis nördliche Urwälder (AKU)    -    Foto:  Unbekannt


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